Behandlungsmethoden

Diagnose
 

Dem TCM-Therapeuten ist es von grösster Bedeutung, ein Gesamtbild des Patienten zu erstellen. Deshalb wurde über die Jahrhunderte hinweg ein sehr differenziertes Diagnostikverfahren entwickelt, welches Sehen, Hören, Riechen, Befragen und Tasten beinhaltet. Es wird keine Krankheit diagnostiziert, sondern ein ganzes Bild vom Kranksein, also ein Muster.

 

Um ein solches Muster richtig behandeln zu können, stehen mir folgende Methoden zur Auswahl:

"Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Erstens durch nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmung, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste."

Konfuzius

"Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlich-keit im Geben schafft Liebe."

Lao-Tse

Akupunktur
 

Bei der Akupunktur wird an erfahrungswissenschaftlich festgelegten Punkten mit Stahlnadeln unterschiedlich tief durch die Haut eines Patienten gestochen, um eine therapeutische Wirkung in verschiedenen Organen und Funktionssystemen zu erzielen. Je nach Erkrankung, Alter oder sogar Jahreszeit werden die Akupunkturpunkte spezifisch für den Patienten ausgesucht.

 
Ohrakupunktur
 

Diese Form der Akupunktur wurde vom französischen Arzt Paul Nogier entwickelt. Im alten China waren keine spezifischen Ohrpunkte bekannt.

Nach der Theorie von Nogier ist der gesamte Organismus auf der Ohrmuschel abgebildet (ähnlich der Fussreflexzonenmassage). Im Unterschied zur Körper-Akupunktur werden die Ohrpunkte nur benützt, wenn sie empfindlich sind und sie somit eine Störung des zugehörigen Organs anzeigen. Hierzu werden entweder Akupunkturnadeln oder kleine Pflanzensamen verwendet.

 
Massage, Tuina, Akupressur

 

Massage

Hier werden entspannende und kreislauffördernde Techniken zum Zwecke der Erholung und Krankheitsvorbeugung angewendet.

Tuina

Um die Lebensenergie wieder frei durch den Körper fliessen zu lassen, verwendet die Traditionelle Chinesische Medizin die Tuina-Massage. Dies ist eine der ältesten Formen der Manualtherapie und basiert auf der Meridian-Lehre. Es werden sowohl punktuelle (siehe Akupressur), als auch grossflächige Massagetechniken angewendet. Tuina wird besonders bei Bewegungsapparat-Störungen, aber auch bei Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden oder Migräne verwendet.

Akupressur

Die Fingerdruckmassage, welche auf spezifischen Körperpunkte angewendet wird, nennt man Akupressur. Bei vielen Alltagsbeschwerden kann Akupressur (auch als Selbstbehandlung) angewendet werden. Durch Drücken und Massieren bestimmter Punkte werden die Selbstheilungskräfte angeregt und hilft, bewusster mit Körper, Gedanken und Gefühle in Kontakt zu treten.

 
Arzneitherapie
 

Viel älter noch als die Akupunktur ist die chinesische Arzneitherapie. Jede Arznei wird in Organbezug, Temperatur, Geschmack und spezielle Wirkung eingeteilt. Der Therapeut erstellt anhand des Syndromkatalogs und den Anwendungs-Vorschriften eine auf den Patienten individuell angepasste Rezeptur. Im Verlauf der Behandlung wird diese stets den vorherrschenden Symptomen angepasst.

 
Ernährungsberatung
 

Die TCM macht keine Unterscheidung zwischen Nahrung und Arznei. Es geht um die Qualitäten der Lebensmittel, die sehr fein unterschieden und entsprechend auch für Heilzwecke eingesetzt werden. Dabei werden sie auf den Wirkungsort, das Temperaturverhalten und den Geschmack unterteilt. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für unsere Gesunderhaltung und das allgemeine Wohlbefinden. Hier geht es nicht um Verbote, sondern um Anregungen für Ernährungsumstellungen und Informationen daüber, warum Ihnen gewisse Nahrungsmittel oder Zubereitungsformen besser bekommen, als andere. 

 
QiGong
 

Eine weitere wichtige Therapiemöglichkeit der TCM besteht in den Bewegungs-Übungen. Während das Wissen darüber, dass körperliche Bewegung nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit beeinflusst, im Westen erst seit einigen Jahrzehnten breite Beachtung findet, haben die Chinesen es schon seit vielen Jahrhunderten verinnerlicht und in ihren Alltag eingebaut. Medizinisches QiGong wird nicht nur zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten ausgeübt, sondern auch zur körperlichen und geistigen Schulung. Dabei setzt es sich aus bewegten und stillen Formen zusammen.

 
Schröpfen, Moxa, GuaSha
 

Schröpfen

Das Schröpfen ist ein uraltes Naturheilverfahren, das auch bei uns schon lange bekannt ist. Die Schröpftherapie arbeitet mit der Erzeugung eines Unterdrucks in einem Hohlkörper (Schröpfköpfe aus Glas, Kunststoff oder Bambus), der auf die Haut aufgesetzt wird. Wo sich die Haut an die Schröpfköpfe ansaugt, entsteht ein starker Blutzufluss; einerseits durch den Sog, andererseits durch die Abfluss-Behinderung. Dadurch wird ein Drainageeffekt (eine Art innerer Reinigung durch Entfernung von Schadstoffen) erreicht und die körpereigene Abwehr des Patienten stimmuliert.

Nach der Behandlung kann sich die geschröpfte Stelle bläulich verfärben und unter Umständen mehrere Tage bestehen bleiben, bevor sie wieder abheilt.

Moxa, Moxibustion

Bei dieser Behandlung werden Moxa-Zigarren aus bearbeitetem Beifusskraut über Akupunkturpunkten oder Körperregionen abgebrannt (nicht direkt auf der Haut). Dadurch können krankheitsbedingte Störungen und Beschwerden gebessert werden. Die Moxibustion vertreibt Kälte und Feuchtigkeit aus den Funktionskreisen, stärkt das Yang und regt die Blutzirkulation an.

Nach der Moxa-Behandlung sollten folgende Punkte beachtet werden: genügend Ruhe, keine kalten Getränke, behandelte Region warm halten.

GuaSha

GuaSha ist eine Form von Schabetechnik, bei der mittels eines speziellen Instrumentes mehrmals über die Haut gefahren wird bis eine deutliche Rötung entsteht. Diese Methode wirkt sehr gut zur Ausleitung krankhafter Faktoren, lösen von Verspannungen und Erkältungskrankheiten.

Die entstandene Rötung bleibt meist einige Tage bestehen, bevor sie wieder komplett abheilt.

 

 

 

Serasan   |   Melanie Meadowcroft-Kölliker   |  Wisshaltenstrasse 2, 8862 Schübelbach SZ   |  077 426 18 46   |  info@serasan.ch

 

 

© 2018 by Serasan